Ein Google Unternehmensprofil ist kein Ort für Suchbegriffe, die gut klingen sollen. Es soll einen Betrieb so darstellen, wie Menschen ihn antreffen und erreichen können. Google erklärt, dass vollständige und korrekte Angaben die Wahrscheinlichkeit erhöhen können, bei passenden lokalen Suchen zu erscheinen. Eine bessere Position lässt sich daraus jedoch nicht bestellen.

Erst den Betrieb prüfen, dann das Google Unternehmensprofil

Öffnen Sie das Profil neben der eigenen Website, einer aktuellen Rechnung oder dem Schild am Standort. Es geht dabei nicht um Textoptimierung, sondern um einen nüchternen Abgleich: Würde ein Mensch dieselbe Firma, dieselbe Kontaktmöglichkeit und dieselben Besuchszeiten vorfinden?

Der Firmenname gehört in der Form ins Profil, in der er außerhalb von Google dauerhaft verwendet wird. Zusätze wie Stadt, Angebot, Öffnungszeiten oder ein Werbeversprechen gehören in die dafür vorgesehenen Felder. Google verlangt außerdem pro Unternehmen in der Regel nur ein Profil. Ein zweites Profil für dieselbe Firma schafft keine zweite Filiale, sondern widersprüchliche Signale.

Der Abgleich dauert weniger als eine Änderung

Rufen Sie die Nummer aus dem Profil an. Folgen Sie dem Website-Link. Prüfen Sie, ob die angegebenen Zeiten auch für den nächsten Feiertag noch stimmen. Diese drei kleinen Tests decken häufiger praktische Fehler auf als eine lange Liste zusätzlicher Angaben.

ENTSCHEIDUNGSREGEL

Wenn eine Angabe für einen Kunden überraschend wäre, wenn er vor der Tür steht oder anruft, gehört sie vor der nächsten kosmetischen Änderung auf die Prüfliste.

Kategorie und Öffnungszeiten: präzise, aber ohne Zusätze

Die Kategorie beantwortet eine einfache Frage: Was ist dieser Betrieb? Sie ist keine Liste aller Leistungen und keine Sammlung verwandter Suchbegriffe. Google empfiehlt möglichst wenige Kategorien, die das Kerngeschäft so spezifisch wie möglich beschreiben. Weitere Leistungen können Sie dort erläutern, wo das Profil sie vorsieht; sie müssen nicht in den Namen gedrängt werden.

BEISPIEL: NAME

✕ „Malerbetrieb Nord — Maler Berlin, günstig, 24h“

✓ „Malerbetrieb Nord“

Die Leistung, die Stadt und die Erreichbarkeit haben eigene Felder oder gehören auf die Website.

BEISPIEL: ZEITEN

✕ Reguläre Zeiten stehen auch an Feiertagen unverändert.

✓ Sonderzeiten werden gesetzt, sobald sie feststehen.

So plant ein Kunde mit dem, was tatsächlich möglich ist.

Bei den Öffnungszeiten zählt die Perspektive des Kunden: Wann kann er den Betrieb tatsächlich erreichen oder besuchen? Wer nur nach Termin arbeitet, sollte keine künstliche durchgehende Erreichbarkeit versprechen. Für Feiertage und einzelne Ausnahmen gibt es eigene Angaben; genau dort gehören sie hin.

Google Unternehmensprofil verifizieren und mit einem Rhythmus pflegen

Die Verifizierung bestätigt Google, dass Sie den Betrieb vertreten dürfen. Sie ist deshalb ein sinnvoller früher Schritt, nachdem die Grundangaben stimmen. Wie Google die Verifizierung im Einzelfall anbietet, kann sich je nach Profil unterscheiden. Entscheidend ist: den angezeigten Weg vollständig abschließen und den Zugriff im Unternehmen nachvollziehbar halten.

  1. 01
    Grundangaben festziehen

    Name, Kontaktweg, Ort und Zeiten nach dem realen Betrieb ausrichten.

  2. 02
    Verifizierung abschließen

    Den von Google angebotenen Prozess ohne Abkürzung durchführen.

  3. 03
    Feste Anlässe definieren

    Vor Feiertagen, bei Umzug, neuen Öffnungszeiten oder geändertem Kontaktweg prüfen.

Das ist kein Wochenprogramm. Ein Profil muss nicht ständig umgeschrieben werden. Es braucht eine verantwortliche Person und klare Auslöser für eine Kontrolle. So bleiben Änderungen an der realen Firma und im Profil beieinander.

Was das Profil allein nicht lösen kann

Ein korrektes Profil hilft Google, Angebot und Suche besser zusammenzubringen. Lokale Ergebnisse hängen aber auch von Entfernung und Bekanntheit ab. Das Profil kann weder einen weit entfernten Standort näher rücken noch eine unklare Leistungsseite ersetzen.

Darum ist die richtige Reihenfolge nützlich: erst die Angaben im Profil zuverlässig machen, dann die Fragen auf der Website klären, die ein Kunde vor dem Kontakt hat. Für mobile Dienstleister ist die Entscheidung zwischen sichtbarer Adresse und Einzugsgebiet wiederum ein eigenes Thema — sie sollte nicht mit einem Fantasie-Standort gelöst werden.

VOR DEM SPEICHERN

  • Kann ein Kunde die Firma unter diesem Namen wiedererkennen?
  • Führt jede Kontaktangabe direkt zum Betrieb?
  • Gelten die sichtbaren Öffnungszeiten auch in der kommenden Woche?
  • Beschreibt die Kategorie den Betrieb statt einzelner Suchwörter?